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Galgos - Ihre Realität in Spanien

  • 10. Jan.
  • 10 Min. Lesezeit


  1. Wie kam der Galgo nach Spanien?

Der Galgo Español ist – wie sein Name bereits sagt – eine spanische Jagdhunderasse. Neben dem Podenco gilt er als eine der Hunderassen, die Spanien kulturell und historisch am stärksten repräsentieren. Seine Ursprünge liegen jedoch nicht ausschliesslich in Spanien, sondern im weiteren Mittelmeerraum.

Archäologische Funde und historische Darstellungen aus dem alten Ägypten, Griechenland und dem Römischen Reich belegen die Haltung und Nutzung windhundartiger Hunde bereits in der Antike. Diese Hunde wurden vor allem für die Jagd auf Sicht eingesetzt, bei der Geschwindigkeit, Ausdauer und ein ausgeprägtes Sehvermögen entscheidend waren.

Mit der Ausbreitung des Römischen Reiches gelangten solche Hunde auch auf die Iberische Halbinsel (das heutige Spanien und Portugal). In der römischen Provinz Hispania sind Jagdhunde dieses Typs historisch belegt und wurden bereits damals überwiegend im jagdlichen Kontext eingesetzt.

Eine besonders prägende Phase begann ab dem 8. Jahrhundert mit der maurischen Präsenz auf der Iberischen Halbinsel. In Nordafrika und im arabischen Raum waren Windhundtypen wie der Sloughi zu dieser Zeit bereits fest etabliert. Es gilt als wahrscheinlich, dass diese Hunde durch Handel, Migration und kulturellen Austausch nach Spanien gelangten und dort weitergezüchtet wurden.

Über die Jahrhunderte entwickelte sich daraus der Galgo Español als eigenständige Rasse, angepasst an Klima, Landschaft und Jagdformen Spaniens. Seine heutige Erscheinung ist das Ergebnis gezielter Selektion auf Schnelligkeit, Ausdauer und Sehvermögen.

In weiten Teilen Europas galten Windhunde über lange Zeit als Jagdhunde des Adels. Ihr Besitz war häufig an gesellschaftliche Stellung gebunden und blieb königlichen und adeligen Kreisen vorbehalten. Auch in Spanien war die Haltung solcher Hunde historisch eng mit Macht, Status und jagdlicher Nutzung verbunden.

Der Galgo ist damit Ausdruck eines historischen Zusammenwirkens von Kultur, Nutzung und Zucht – nicht eines kurzfristigen Trends.


  1. Nutzung des Galgos


Der Galgo Español wird in Spanien traditionell als Jagdhund eingesetzt. Gejagt wird auf Sicht: Der Hund verfolgt seine Beute nicht über Geruch, sondern ausschliesslich über sein ausgeprägtes Sehvermögen – sein stärkstes Attribut neben der extremen Schnelligkeit.

Die Jagd gilt inoffiziell als Teil der spanischen Kultur. Sie ist in weiten ländlichen Gebieten stark verbreitet und wird überwiegend von privaten Jägern ausgeübt. Auch die spanische Königsfamilie pflegt diese Jagdtradition. Zudem existieren kommerzielle Angebote für Jagdtouristen. Neben Galgos kommen weitere Rassen wie Podencos oder Bodegueros zum Einsatz.

Die Jagd ist saisonal begrenzt. Nach dem Ende der Saison verlieren viele Galgos ihre Funktion. In einem leistungsorientierten System ohne Verantwortung für das einzelne Tier entsteht ein strukturelles Risiko: Hunde werden abgegeben, ausgesetzt oder entsorgt.

Offizielle Statistiken erfassen Jagdhunde nur unzureichend. Sie unterscheiden weder klar nach Rasse noch nach konkreter Nutzung. Schätzungen gehen davon aus, dass in Spanien mehrere hunderttausend Jagdhunde gehalten werden. Wie viele von ihnen am Ende der Jagdsaison verschwinden, lässt sich nicht verlässlich beziffern.




  1. Konsequenzen für die Hunde


Im jagdlichen System wird der Hund nicht als Familienmitglied betrachtet, sondern als reines Werkzeug. Sein Wert ist ausschliesslich an seine Leistung gebunden. Geschwindigkeit, Ausdauer und Jagderfolg entscheiden über seinen Verbleib. Hunde, die diesen Anforderungen nicht entsprechen, werden regelmässig aussortiert.

Während der Jagd befinden sich die Hunde in einem extremen Adrenalinzustand. Schmerzen werden kaum wahrgenommen. Verletzungen sind dabei häufig: aufgerissene Haut, gebrochene Knochen, tiefe Schnittwunden. Medizinische Versorgung bleibt in vielen Fällen aus. Ein verletzter Hund gilt als nicht lohnenswert. Die Tiere müssen alleine überleben, alleine heilen – oder sie schaffen es nicht.

Nicht alle Jäger handeln gleich. Es gibt Ausnahmen. Doch Tierschutzorganisationen berichten übereinstimmend, dass das System selbst auf Aussonderung ausgelegt ist. Es produziert mehr Hunde, als es Verantwortung übernehmen kann oder will.

Die klare Trennung zwischen Familienhund und Nutzhund ist der Kern des Problems. Sie erklärt, warum Galgos in Spanien bis heute in grosser Zahl leiden, verschwinden oder im Tierschutz landen.


  1. Haltung - ein System ohne Kontrolle

Galgos werden in Spanien häufig unter Bedingungen gehalten, die mit verantwortungsvoller Hundehaltung nichts zu tun haben. Viele dieser Hunde leben isoliert, angebunden oder in einfachen Verschlägen, fern von menschlicher Nähe und sozialem Kontakt. Bewegung, medizinische Grundversorgung und Schutz vor Witterung sind oft unzureichend oder fehlen vollständig.

Ein zentrales Problem ist die fehlende Registrierung. Ein erheblicher Teil der Galgos wird ohne Mikrochip gehalten, obwohl eine Kennzeichnung gesetzlich vorgeschrieben ist. Diese Hunde existieren offiziell nicht. Sie sind weder registriert noch kontrollierbar. Illegale Haltung bleibt dadurch unsichtbar und nahezu folgenlos.

Ohne Chip und Registrierung gibt es keine Rückverfolgbarkeit, keine Verantwortung und keine Konsequenzen. Hunde können problemlos weitergegeben, ausgesetzt oder entsorgt werden, ohne dass ein Halter ermittelt werden kann. Genau das macht dieses System so schwer greifbar.

Die Haltung orientiert sich nicht am Wohl des Hundes, sondern ausschliesslich an seinem Nutzen. Solange ein Galgo jagdlich funktioniert, wird er behalten. Wird er krank, verletzt oder leistungsschwach, verliert er seinen Wert. Versorgung wird zur Kostenfrage. Ein Hund, der Zeit, Geld und Aufmerksamkeit benötigt, wird für viele Jäger zur Belastung.


Kontrollen finden kaum statt. Zuständigkeiten sind regional geregelt, personell unterbesetzt und selten konsequent durchgesetzt. Illegale Haltung ist damit kein Ausnahmefall, sondern Teil der Realität.

Die Art, wie Galgos gehalten werden, ist kein Randproblem einzelner Halter. Sie ist ein struktureller Bestandteil eines Systems, das Verantwortung vermeidet und Leid nicht nur zulässt, sondern ermöglicht.


  1. Entsorgen - was passiert mit Galgos, die nicht mehr gebraucht werden


Das Aussortieren von Galgos findet regelmässig statt – am Ende der Jagdsaison, aber auch mitten darin. Sobald ein Galgo seine Leistung nicht mehr erbringt, wird er für viele Halter zum wertlosen Werkzeug. Was dann geschieht, ist kein Zufall, sondern folgt einem stillschweigenden Codex der Galgueros, der seit Jahren bekannten Mustern folgt.

An diesem Punkt zeigt sich die Brutalität des Systems besonders deutlich. Viele Halter sind nicht einmal bereit, den Hund in ein Refugio zu bringen. Die etwas verantwortungsvolleren geben ihre Tiere zumindest bei städtischen Perreras ab – Tötungsstationen, in denen Hunde nur eine begrenzte Zeit überleben dürfen. Andere gehen noch weiter: Sie setzen die Hunde einfach aus. Auf Feldern, an Strassenrändern, irgendwo ausserhalb der Sichtbarkeit. Der Hund bleibt zurück – alleine, verletzt, orientierungslos. Der Mensch steigt ins Auto und fährt davon.

Diese Hunde werden später aufgefunden: auf Feldern, in Wäldern, an Strassenrändern, in abgelegenen Gegenden. In der Regel sind sie verletzt, geschwächt oder krank. Ohne Chip, ohne Kennzeichnung, ohne jede Möglichkeit der Rückverfolgung. Sie verschwinden aus der Statistik – aber nicht aus der Realität.

Die Mehrheit der Galgos wird in einem Zustand gefunden, der zeigt, dass sie bereits längere Zeit sich selbst überlassen waren: abgemagert, dehydriert, mit unbehandelten Verletzungen. Viele überleben diese Phase nicht. Andere werden von Tierschutzorganisationen zufällig entdeckt oder gemeldet – wenn jemand hinsieht. Wird ein Galgo angefahren, fährt der Verursacher in den meisten Fällen einfach weiter.

Was all diese Wege verbindet, ist die vollständige Abwesenheit von Verantwortung. Der Hund wird nicht als fühlendes Lebewesen betrachtet, sondern als austauschbare Ressource. Sein Verschwinden bleibt meist folgenlos.

Dass es auch Jäger gibt, die ihre Hunde behalten oder korrekt abgeben, ändert nichts an der strukturellen Realität. Das System ermöglicht und begünstigt genau diese Praxis – und schützt diejenigen, die sich ihrer Verantwortung entziehen.


  1. Zahlen, die fehlen – und Zahlen, die bleiben


Jagdhunde werden in offiziellen Erhebungen häufig nur pauschal oder gar nicht separat ausgewiesen. Eine klare Differenzierung nach Rasse, Nutzung oder Verbleib fehlt. Auch die tatsächliche Anzahl der gehaltenen Galgos ist nicht verlässlich dokumentiert.

Schätzungen von Tierschutzorganisationen gehen von mehreren hunderttausend Jagdhunden im Einsatz aus. Galgos machen dabei einen erheblichen Anteil aus, insbesondere in Regionen mit aktiver Hetzjagd. Die stark variierenden Zahlen sind kein Zeichen von Unklarheit, sondern Ausdruck eines Systems, das nicht systematisch erfasst.

Ein zentraler Grund dafür ist die fehlende Registrierung. Viele Galgos werden ohne Mikrochip gehalten. Sie existieren administrativ nicht – und können deshalb auch statistisch nicht verschwinden. In zahlreichen dokumentierten Fällen berichten Tierschutzorganisationen zudem, dass Hunden der Mikrochip vor dem Aussetzen oder Töten gewaltsam entfernt wurde, um jede Rückverfolgbarkeit zu verhindern.

Was bleibt, sind die Zahlen der Refugios. Sie zeigen jedes Jahr dasselbe Bild: tausende Galgos, die aufgefunden, aufgenommen oder tot gemeldet werden. Die tatsächliche Zahl der betroffenen Hunde liegt deutlich höher.



  1. Die politische Situation – Fakten und Einordnung

Die Situation der Galgos in Spanien ist nicht nur ein Tierschutzproblem, sondern das Ergebnis konkreter politischer Entscheidungen. Der rechtliche Schutz von Jagdhunden unterscheidet sich bis heute deutlich von dem von Familienhunden.

Zuständigkeiten liegen überwiegend bei den autonomen Gemeinschaften. Einheitliche Standards, konsequente Kontrollen und wirksame Sanktionen fehlen. Jagd gilt weiterhin als kulturelle Tradition und wirtschaftlicher Faktor – mit direktem Einfluss auf Gesetzgebung und Vollzug.

Die folgende Timeline zeigt, wie sich diese politische Realität in den letzten Jahren entwickelt hat – und warum sich für Galgos trotz öffentlicher Debatten bislang wenig geändert hat.


Politische Timeline – Jagdhunde und Tierschutz in Spanien

Vor 2020

  • Tierschutz in Spanien ist stark regional geregelt.

  • Jagdhunde gelten überwiegend als Nutztiere.

  • Haltung, Kontrolle und Sanktionen unterscheiden sich je nach autonomer Gemeinschaft erheblich.

2020–2022

  • Zunehmende öffentliche Kritik an der Behandlung von Jagdhunden, insbesondere Galgos.

  • Nationale und internationale Tierschutzorganisationen fordern eine Gleichstellung von Jagd- und Familienhunden.

  • Erste Entwürfe für ein neues nationales Tierschutzgesetz entstehen.

2023

  • Verabschiedung des Ley de Bienestar Animal (spanisches Tierschutzgesetz).

  • Jagdhunde werden ausdrücklich vom Geltungsbereich des Gesetzes ausgenommen.

  • Begründung: Jagd sei kulturelle Tradition und falle in regionale Zuständigkeit.

  • Massive Kritik von Tierschutzorganisationen, Proteste im In- und Ausland.

2023–2024

  • Das neue Gesetz verbessert den Schutz von Haustieren deutlich – nicht jedoch von Jagdhunden.

  • Galgos, Podencos und andere Jagdhunde unterliegen weiterhin:

    • geringeren Kontrollen

    • schwächeren Sanktionen

    • fehlender einheitlicher Registrierung

  • Verantwortung bleibt bei den autonomen Gemeinschaften.

Heute

  • Kein landesweiter, einheitlicher Schutz für Jagdhunde.

  • Refugios und private Tierschützer kompensieren weiterhin systemische Lücken.

  • Politische Diskussionen bestehen fort, konkrete strukturelle Änderungen bleiben aus.


Diese Fakten zeigen:Das Leid der Galgos ist kein Versehen und kein Informationsdefozit. Es ist das Ergebnis politischer Entscheidungen, Ausnahmen und fehlender Konsequenz.


  1. Die Arbeit der Refugios:

Unzählige private Tierschützer, hunderte kleiner Refugios, freiwillige Helfer und einige grössere Organisationen fangen das auf, was das System produziert. Ohne sie gäbe es für zehntausende Hunde keine Alternative.

Die grösseren Einrichtungen veröffentlichen regelmässig Einblicke in ihre Arbeit und machen damit sichtbar, was sonst verborgen bleibt:

  • Fundación Benjamín Mehnert (FBM)Rund 450 Hunde dauerhaft im Refugio, etwa 800 Vermittlungen pro Jahr

  • Galgos del Sur (Córdoba)Fortlaufende Aufnahme schwer misshandelter Galgos, mehrere hundert Hunde in Betreuung und Vermittlung

  • Galgos del Sol (Murcia)Über 250 Hunde gleichzeitig in Pflege und Rehabilitation, internationale Adoptionen

  • Galgos Rescue AlmeríaJährlich 150–200 vermittelte Hunde, viele aus akuten Notfällen

  • SOS GalgosSeit Bestehen mehrere tausend Galgos erfolgreich vermittelt, europaweite Vermittlungsarbeit

  • ASPA, Kimba und weitere regionale RefugiosKleinere Kapazitäten, aber kontinuierliche Aufnahme und Versorgung von Jagdhunden ohne Alternativen


Diese Zahlen sind keine vollständige Statistik. Sie sind Momentaufnahmen aus der Realität – und sie zeigen, wie viele Hunde jedes Jahr gerettet werden müssen, weil sie andernfalls verschwinden würden.

Was ohne diese Einrichtungen geschehen wäre, lässt sich kaum aussprechen.Für tausende Galgos gäbe es keinen Auffangort, keine medizinische Hilfe, keine zweite Chance.

Dass diese Hunde heute leben, ist nicht dem System zu verdanken –sondern den Menschen, die es auffangen.


  1. Der lange Weg zur Adoption – was es braucht, damit ein Galgo ankommt


Bevor ein Galgo adoptiert werden kann, liegt ein langer Weg hinter ihm. Die meisten Hunde kommen nicht gesund, stabil oder vorbereitet in ein Refugio. Sie kommen verletzt, unterernährt, krank oder psychisch schwer belastet.

Viele dieser Hunde kennen nichts ausser Jagd und Kennelhaltung. Sie sind nicht sozialisiert, haben nie in einem Haus gelebt, kennen keine Alltagsreize, keine Geräusche, keine Nähe. Häufig zeigen sie ausgeprägte Ängste: vor Menschen, vor Berührungen, vor geschlossenen Räumen, vor Autos, Strassen oder Leinen. Manche reagieren panisch auf Situationen, die für andere Hunde selbstverständlich sind. Diese Reaktionen sind keine Charaktereigenschaften, sondern Folgen ihrer Vergangenheit.

Hinzu kommen Traumata. Viele Galgos haben Gewalt, Vernachlässigung oder völlige Reizarmut erlebt. Vertrauen ist für sie kein Grundzustand, sondern etwas, das langsam und vorsichtig aufgebaut werden muss. Nähe kann Angst auslösen. Sicherheit muss erst gelernt werden.

Am Anfang steht daher die Sicherung und Stabilisierung. Danach folgt die medizinische Versorgung: Behandlung von Verletzungen, Bluttests auf Mittelmeerkrankheiten, Impfungen, Entwurmung, Chip und Registrierung. Bei schweren Fällen sind Operationen, Klinikaufenthalte und monatelange Rehabilitation notwendig.

Parallel beginnt die emotionale Arbeit. Die Hunde müssen lernen, zur Ruhe zu kommen, Menschen einzuschätzen, Umweltreize auszuhalten. Dieser Prozess braucht Zeit, Erfahrung und Geduld. Er lässt sich nicht beschleunigen.

Erst wenn ein Galgo medizinisch stabil ist und ein gewisses Mass an innerer Sicherheit erreicht hat, beginnt die Vermittlungsvorbereitung. Charaktereinschätzung, Sozialverhalten und Belastbarkeit entscheiden darüber, welches Zuhause überhaupt in Frage kommt.

Adoption ist kein Endpunkt, sondern ein Übergang. Auch im neuen Zuhause braucht ein Galgo Zeit, Verständnis und klare, ruhige Führung. Wer adoptiert, übernimmt Verantwortung für einen Hund mit Vergangenheit – und ermöglicht ihm erstmals ein Leben ausserhalb von Jagd, Angst und Funktion.

Dass Galgos heute in Familien ankommen, ist kein Zufall. Es ist das Ergebnis monatelanger Arbeit von Refugios, Pflegestellen und Adoptanten, die bereit sind, diesen Weg mitzugehen.


Wusstest du, dass...

...bis ein Galgo adoptiert wird, sind im Durchschnitt rund zehn Menschen beteiligt:Helfer, Freiwillige, Refugio-Leitungen, Tierärzte, Pfleger, Fotografen, Social-Media-Verantwortliche, Vermittler, Personen für Vorkontrollen und Fahrer.

Eine Adoption ist kein einzelner Moment – sie ist das Ergebnis vieler Hände, Zeit und Verantwortung.Dies ist ein Platzhalter-Textabschnitt. Ersetze diesen Text durch deine eigenen Inhalte.





  1. Was kannst du aus der Ferne tun?

Sehr viel. Und oft kostet es nichts.

  • Darüber sprechen: Viele Menschen wissen nichts von der Situation der Jagdhunde in Spanien. Sichtbarkeit entsteht durch Gespräche.

  • Beiträge teilen: Social Media schafft Reichweite. Von hundert Sichtungen entsteht vielleicht ein konkreter Interessent – und manchmal genau das eine Zuhause, das ein Hund braucht.

  • Spenden – freiwillig und ohne Druck: Jeder Betrag zählt. Auch ein symbolischer Euro hilft. Spenden dürfen dann erfolgen, wenn es möglich ist – nicht aus Verpflichtung.

  • Patenschaften übernehmen: Sie sichern Futter, medizinische Versorgung und Stabilität für Hunde, die lange im Refugio bleiben müssen.

  • Sachspenden leisten: Futter, Decken, Medikamente oder Transportboxen werden ständig benötigt.

  • Charity Shop: Viele Refugios bieten Charity Artikel an, deren Erlös zugunsten der Hunderettung ausgegeben wird

  • Als freiwilliger Helfer unterstützen: Wer kann, darf Refugios besuchen und vor Ort helfen – Zeit ist oft genauso wertvoll wie Geld.

  • Ein Refugio bewusst auswählen:

    Entscheide dich für eine Organisation, die dir persönlich nahe ist. Nachhaltige Hilfe beginnt mit Vertrauen.

  • Nicht wegsehen: Sich nicht umzudrehen ist der wichtigste Schritt. Diese Hunde brauchen Menschen, die hinschauen – und handeln.

  • Adoption überlegt angehen:

    Nicht jeder kann oder sollte adoptieren. Wer es ernsthaft prüft und sich gut informiert, hilft mehr als schnelle Entscheidungen.


Einordnung und Schluss

Die Realität der Galgos in Spanien ist kein Missverständnis, kein Einzelfall und kein kulturelles Randthema. Sie ist das Ergebnis eines Systems, das Nutzung über Verantwortung stellt und Kontrolle durch Unsichtbarkeit ersetzt.

Dass Galgos leiden, verschwinden oder sterben, geschieht nicht aus Unwissen. Es geschieht, weil es möglich ist. Weil fehlende Registrierung, unzureichende Kontrollen und rechtliche Grauzonen Verantwortung auflösen. Nicht trotz des Systems – sondern innerhalb desselben.

Die Existenz der Refugios ist kein Beweis für funktionierenden Tierschutz, sondern für dessen Notwendigkeit. Sie kompensieren, was staatlich nicht erfasst, nicht verhindert und nicht konsequent verfolgt wird. Jeder gerettete Galgo ist ein Erfolg – und zugleich ein Hinweis darauf, wie viele es nicht schaffen.

Aufklärung bedeutet nicht, Traditionen anzugreifen. Sie bedeutet, Verantwortung einzufordern. Solange Galgos als Werkzeuge gelten und nicht als fühlende Lebewesen, wird sich ihre Situation nicht grundlegend ändern.

Dieser Text soll nicht schockieren, sondern sichtbar machen. Denn was sichtbar ist, kann nicht länger ignoriert werden.

 
 
 

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