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Wichtige Informationen

Von Spanien ins neue Zuhause: So läuft eine Adoption über Nuevo Día Project ab
 

Du hast einen unserer Hunde gesehen und möchtest wissen, wie eine Adoption abläuft? Vielleicht hast du dich bereits in einen bestimmten Galgo, Podenco oder Mischling verliebt. Vielleicht bist du aber noch unsicher, welcher Hund wirklich zu deinem Leben passen könnte.

In diesem Beitrag erklären wir dir transparent und Schritt für Schritt, wie unsere Vermittlungen organisiert werden – von der Betreuung in Spanien über das persönliche Kennenlernen bis zum Transport in das neue Zuhause.
 

Wer steckt hinter Nuevo Día Project?
 

Ich lebe selbst in Spanien und betreue die Hunde im Refugio Galgos del Sur in Cordoba sowie APA Martos in Jaen, persönlich vor Ort.

Ich besuche und begleite die Hunde im Refugio, lerne sie kennen und organisiere ihre Vermittlung in deutschsprachige Länder:

  • Deutschland

  • Schweiz

  • Österreich

Ich kenne jeden Hund, den ich vermittle, persönlich. Ich beobachte, wie er sich im Alltag, im Auslauf, in der Hundegruppe, gegenüber Menschen und in unterschiedlichen Situationen verhält.

Dadurch kann ich nicht nur ein Foto und einige allgemeine Informationen weitergeben, sondern eine möglichst ehrliche Einschätzung des jeweiligen Hundes.

Wie offen ist er gegenüber Menschen?
Ist er eher ruhig oder aktiv?
Wie verhält er sich mit anderen Hunden?
Braucht er einen souveränen Ersthund?
Ist er für Galgo-Anfänger geeignet?
Wäre eine Stadtwohnung möglich oder wäre eine ruhigere Umgebung besser?
Wie reagiert er auf neue Situationen, Berührungen oder Umweltreize?

Natürlich entwickelt sich ein Hund in einem neuen Zuhause weiter. Trotzdem ist es für eine verantwortungsvolle Vermittlung besonders wichtig, den Hund bereits vor Ort wirklich zu kennen.
 

Zusammenarbeit mit erfahrenen Tierschutzorganisationen
 

Die Vermittlungen werden nicht privat und ohne rechtlichen Rahmen durchgeführt.

Alle Verträge und Vermittlungsabläufe werden gemeinsam mit unseren erfahrenen Partnerorganisationen organisiert.

Für Adoptionen nach Deutschland arbeiten wir mit:

SOS Dogs e. V.
www.sos-dogs.de

Für Adoptionen in die Schweiz arbeiten wir mit:

M Animal Care Foundation International – MACFI
www.macfi.ch

Bei Adoptionen nach Österreich ist eine persönliche Abholung des Hundes in Deutschland erforderlich.

Die zuständige Partnerorganisation übernimmt unter anderem den rechtlichen Vermittlungsrahmen, die Verträge und die für das jeweilige Zielland notwendigen Abläufe.
 

Die Situation in Spanien
 

In den Refugios, mit denen ich zusammenarbeite, leben durchgehend ungefähr 100 Hunde.

Viele Hunde werden adoptiert und dürfen ausreisen. Gleichzeitig kommen immer wieder neue Hunde hinzu, die gefunden, abgegeben oder aus schlechten Situationen gerettet wurden.

Es ist ein ständiger Kreislauf.

Während für einen Hund ein neues Leben beginnt, wartet bereits der nächste auf einen sicheren Platz und eine passende Familie.

Ich betreue und begleite insbesondere Hunde aus folgenden Refugios:

Galgos del Sur
 

www.galgosdelsur.es

Galgos del Sur befindet sich in Córdoba und nimmt vor allem Galgos, Podencos und andere Hunde auf, die Schutz und Versorgung benötigen.

APA Martos – Refugio de Animales Huellas Invisibles
 

refugiodeanimaleshuellasinvisiblesdemartos.com/de/

Auch hier warten viele unterschiedliche Hunde auf eine Familie und die Chance auf ein dauerhaftes Zuhause.

Wie leben die Hunde im Refugio?
 

Ein Refugio ist kein endgültiges Zuhause. Es ist aber eine sichere und wichtige Zwischenstation.

Die Hunde werden vor Ort zuverlässig und sorgfältig versorgt.

Sie erhalten dreimal täglich Futter und dürfen zwei- bis dreimal am Tag in die Außengehege beziehungsweise in den Garten. Dort können sie laufen, sich bewegen, Kontakt zu anderen Hunden haben und für eine gewisse Zeit den Alltag im Innengehege verlassen.

Die Innenbereiche werden mehrmals täglich gereinigt.

Ein Tierarzt ist direkt vor Ort und untersucht die Hunde nach ihrer Ankunft. Auch danach werden sie regelmäßig tierärztlich betreut und bei gesundheitlichen Problemen versorgt.

Die Hunde leben in kleineren Gruppen. Diese Gruppen werden sorgfältig zusammengestellt und an den Charakter, die Größe, die Verträglichkeit und die Bedürfnisse der jeweiligen Hunde angepasst.

Es wird genau beobachtet, welche Hunde gut miteinander harmonieren und wo möglicherweise eine andere Gruppenzusammenstellung notwendig ist.

Das Refugio als sichere Zwischenstation
 

Das Refugio schützt die Hunde und gibt ihnen Sicherheit, Futter, medizinische Versorgung und eine Struktur.

Trotzdem kann es kein eigenes Zuhause ersetzen.

Die Mitarbeiter und Helfer kümmern sich täglich um sehr viele Hunde. Eine individuelle Betreuung, wie sie in einer Familie möglich ist, kann ein Refugio dauerhaft nicht leisten.

Unser Ziel ist deshalb nicht, die Hunde lediglich im Refugio unterzubringen.

Unser Ziel ist es, sie optimal zu vermitteln und für jeden einzelnen Hund eine möglichst passende Familie zu finden.

Dabei geht es nicht darum, einen Hund möglichst schnell zu vermitteln.

Es geht um das richtige Match.

Wir suchen nicht irgendein Zuhause
 

Jeder Hund ist anders.

Manche unserer Hunde sind offen, fröhlich und passen sich schnell an ein neues Leben an. Andere benötigen viel Zeit, Erfahrung und eine besonders ruhige Umgebung.

Einige können gut als Einzelhund leben. Andere orientieren sich stark an Artgenossen und brauchen einen souveränen Hund an ihrer Seite.

Manche Hunde passen gut zu einer Familie mit Kindern. Andere fühlen sich in einem ruhigen Erwachsenen-Haushalt wohler.

Einige können möglicherweise mit Katzen zusammenleben. Bei anderen wäre dies aufgrund ihres Jagdverhaltens nicht verantwortungsvoll.

Deshalb vermitteln wir nicht ausschließlich danach, welcher Hund einem Menschen optisch am besten gefällt.

Wir schauen gemeinsam:

  • Welcher Hund passt zu deinem Alltag?

  • Wie viel Hundeerfahrung ist vorhanden?

  • Leben bereits andere Tiere im Haushalt?

  • Wie ist die Wohnumgebung?

  • Wie lange müsste der Hund allein bleiben?

  • Welche Erwartungen hast du?

  • Was braucht der jeweilige Hund?

  • Welche möglichen Herausforderungen könnten entstehen?

Manchmal bestätigt sich, dass der zuerst ausgewählte Hund wunderbar passt.

Manchmal stellt sich im Laufe der Gespräche heraus, dass ein anderer Hund besser geeignet wäre.

Das ist keine Ablehnung, sondern verantwortungsvoller Tierschutz.

Auch Pflegestellen sind wichtig
 

Neben endgültigen Adoptivfamilien organisieren wir auch Pflegestellen.

Eine Pflegestelle nimmt einen Hund vorübergehend bei sich auf und begleitet ihn auf dem Weg in sein endgültiges Zuhause.

Gerade für unsichere Hunde oder Hunde, die bisher nur das Refugio kennen, kann eine Pflegestelle sehr wertvoll sein.

Dort lernen sie unter anderem:

  • in einem Haus oder einer Wohnung zu leben,

  • alltägliche Geräusche,

  • Treppen und glatte Böden,

  • Spaziergänge in einer normalen Wohnumgebung,

  • Autofahren,

  • feste Abläufe,

  • Nähe zum Menschen,

  • zeitweise allein zu bleiben.

Gleichzeitig können wir durch eine Pflegestelle noch mehr über den Hund erfahren und dadurch später eine besonders passende Familie auswählen.

Welche Hunde suchen ein Zuhause?
 

Auf unserer Webseite findest du eine Auswahl der Hunde, die aktuell ein Zuhause für immer suchen.

Viele dieser Hunde habe ich bereits ausführlich beschrieben. Zu ihren Profilen gehören – soweit bekannt – Informationen über:

  • Alter,

  • Größe,

  • Charakter,

  • Verträglichkeit,

  • Verhalten gegenüber Menschen,

  • gesundheitlichen Zustand,

  • besondere Bedürfnisse,

  • geeignetes Wohnumfeld.

Allerdings kommen regelmäßig neue Hunde in den Refugios an.

Deshalb gibt es jede Woche auch Hunde, die noch kein vollständiges Profil auf unserer Webseite haben.

Du kannst dich also auch bei uns melden, wenn du auf der Webseite noch nicht den passenden Hund gefunden hast.

Gemeinsam können wir schauen, welche Hunde aktuell vor Ort sind und wer zu dir passen könnte.

So läuft die Adoption Schritt für Schritt ab

1. Deine Anfrage

Der erste Schritt ist deine Kontaktaufnahme.

Du kannst dich bei uns melden, wenn du dich für einen bestimmten Hund interessierst.

Du kannst aber auch eine allgemeine Anfrage stellen und uns beschreiben, welchen Hund du suchst beziehungsweise wie dein Leben aussieht. Dann suchen wir gemeinsam nach einem passenden Match.

Hilfreich sind bereits einige erste Informationen:

  • Wo wohnst du?

  • Wie wohnst du?

  • Leben Kinder im Haushalt?

  • Gibt es andere Hunde oder Katzen?

  • Hast du bereits Hunde- oder Windhunderfahrung?

  • Wie sieht dein Arbeitsalltag aus?

  • Wie lange müsste der Hund allein bleiben?

  • Welche Eigenschaften sind dir besonders wichtig?

Du musst dich nicht bereits perfekt mit Galgos oder Auslandstierschutz auskennen. Fragen sind ausdrücklich willkommen.

Wichtig sind vor allem Offenheit und Ehrlichkeit.
 

2. Die Selbstauskunft

Nach dem ersten Kontakt sende ich dir einen Bogen zur Selbstauskunft.

Darin werden wichtige Informationen über deine Wohn- und Lebenssituation abgefragt.

Dazu können unter anderem gehören:

  • persönliche Kontaktdaten,

  • Wohnform und Wohnumgebung,

  • Mietwohnung oder Eigentum,

  • vorhandene Tiere,

  • Familienmitglieder,

  • Arbeitszeiten,

  • Betreuung des Hundes,

  • bisherige Hundeerfahrung,

  • Urlaubsplanung,

  • finanzielle und zeitliche Möglichkeiten,

  • Erwartungen an den zukünftigen Hund.

Die Selbstauskunft ist keine Prüfung.

Sie hilft uns dabei, deine Situation besser kennenzulernen und einzuschätzen, welcher Hund zu dir passen könnte.

Bitte beantworte die Fragen ehrlich. Eine erfolgreiche Vermittlung kann nur funktionieren, wenn wir die tatsächlichen Gegebenheiten kennen.
 

3. Persönliche Gespräche sowie Fotos und Videos

Sobald die ausgefüllte Selbstauskunft zurückgekommen ist, folgen persönliche Telefongespräche.

In diesen Gesprächen klären wir offene Fragen und sprechen ausführlich über den Hund, seine Vorgeschichte, seinen Charakter und seine Bedürfnisse.

Du erhältst außerdem aktuelle Fotos und Videos.

Da ich die Hunde vor Ort persönlich kenne, kann ich dir berichten, wie sich der jeweilige Hund im Refugio verhält.

Wir sprechen beispielsweise darüber:

  • Wie verhält er sich gegenüber Menschen?

  • Wie ist er mit anderen Hunden?

  • Ist er selbstbewusst oder unsicher?

  • Welche Situationen bereiten ihm Schwierigkeiten?

  • Wie viel Aktivität braucht er?

  • Ist er für Anfänger geeignet?

  • Welche Erwartungen sind realistisch?

  • Welche Sicherheitsmaßnahmen sind notwendig?

  • Könnte er zu Kindern, Katzen oder kleinen Hunden passen?

Du sollst nicht nur die schönen Seiten des Hundes kennenlernen.

Auch mögliche Unsicherheiten, Ängste, gesundheitliche Themen oder Herausforderungen werden offen besprochen.

Eine Adoption darf niemals auf einem idealisierten Bild beruhen.
 

4. Die Vorkontrolle

Als nächster Schritt findet eine Vorkontrolle statt.

Dabei wird überprüft, ob die Lebens- und Wohnsituation grundsätzlich zu dem ausgewählten Hund passt und ob wichtige Sicherheitsfragen geklärt sind.

Je nach Hund, Situation, Wohnort und Erfahrung der Adoptanten wird die Vorkontrolle unterschiedlich organisiert.

Es kann eine persönliche Vorkontrolle im Zuhause stattfinden.

In bestimmten Fällen führen wir die Vorkontrolle auch über einen ausführlichen Video-Call durch. Dabei lassen wir uns die Wohnsituation, Zugänge, Gartenbereiche, Zäune und andere relevante Bereiche zeigen.

Bei der Vorkontrolle achten wir unter anderem auf:

  • die Wohnsituation,

  • mögliche Fluchtwege,

  • die Sicherung von Türen und Toren,

  • Garten und Umzäunung,

  • Balkon oder Terrasse,

  • den zukünftigen Schlafplatz,

  • die Umgebung des Hauses,

  • bereits vorhandene Tiere,

  • die Einstellung aller Familienmitglieder,

  • die geplante Eingewöhnung.

Die Vorkontrolle soll niemanden einschüchtern.

Sie ist ein persönlicher und wichtiger Teil einer verantwortungsvollen Vermittlung. Gleichzeitig bietet sie noch einmal die Möglichkeit, Fragen und Unsicherheiten zu besprechen.
 

5. Die gemeinsame Entscheidung

Nach der Selbstauskunft, den Gesprächen und der Vorkontrolle prüfen wir gemeinsam, ob sich die Vermittlung für beide Seiten stimmig anfühlt.

Dabei stehen die Bedürfnisse des Hundes immer im Mittelpunkt.

Wir möchten, dass du dich mit deiner Entscheidung wohlfühlst und weißt, was auf dich zukommt.

Gleichzeitig möchten wir sicher sein, dass das zukünftige Zuhause zum Charakter und zu den Bedürfnissen des Hundes passt.

Eine Adoption soll nicht aus Druck oder ausschließlich aus Mitleid entstehen.

Sie soll eine bewusste und langfristige Entscheidung sein.
 

6. Der Übernahmevertrag

Wenn alle Beteiligten der Adoption zustimmen und sich die Vermittlung für beide Seiten richtig anfühlt, wird ein Übernahmevertrag unterzeichnet.

Der Vertrag wird über die jeweilige Partnerorganisation abgewickelt:

  • SOS Dogs e. V. für Deutschland,

  • MACFI für die Schweiz.

Für Adoptanten aus Österreich ist eine persönliche Abholung in Deutschland notwendig.

Der Vertrag enthält die wichtigsten Vereinbarungen zur Übernahme, Haltung, Versorgung und Absicherung des Hundes.

Er schützt sowohl den Hund als auch die beteiligten Organisationen und die Adoptanten.

Der Hund darf später nicht ohne Rücksprache privat verkauft oder an eine beliebige dritte Person weitergegeben werden.

Sollte es nach der Adoption zu ernsthaften Problemen kommen, muss immer zuerst Kontakt mit uns beziehungsweise der zuständigen Organisation aufgenommen werden.
 

7. Die Schutzgebühr

Die Schutzgebühr beträgt 650 Euro.

Die Schutzgebühr ist kein Kaufpreis und mit der Vermittlung wird kein Gewinn erzielt.

Sie setzt sich aus den tatsächlichen Kosten für die Vorbereitung und Reise des Hundes zusammen:

  • Transport: 280 Euro

  • Kastration: 250 Euro

  • Bluttest auf Mittelmeerkrankheiten: 50 Euro

  • Sicherheitsgeschirr, Halsband und Leine: 40 Euro

  • Spende an das jeweilige Refugio: 30 Euro

Gesamt: 650 Euro

Die 30 Euro, die nach Abzug der aufgeführten Kosten verbleiben, werden an das jeweilige Refugio gespendet.

Damit unterstützen wir die Versorgung der Hunde, die weiterhin in Spanien auf ein Zuhause warten.

Je nach Hund können die tatsächlichen Kosten für medizinische Versorgung, Unterbringung und Vorbereitung auch deutlich höher sein als die Schutzgebühr.
 

8. Festlegung des Transportdatums

Nach der Vertragsunterzeichnung wird ein passendes Transportdatum festgelegt.

Die Hunde reisen mit einem professionellen und erfahrenen Tiertransportunternehmen:

Viajando con Mimi Pet Transport

www.viajandoconmimi.com/quienes-somos

Instagram:
@viajandoconmimipettransport

Das Transportunternehmen ist auf die sichere Beförderung von Haustieren spezialisiert und bringt die Hunde von Spanien zu den festgelegten Übergabeorten.

Vor dem Transport müssen alle medizinischen, organisatorischen und rechtlichen Voraussetzungen erfüllt sein.

Deshalb kann ein Hund nicht immer sofort nach der Zusage ausreisen.

Das genaue Transportdatum hängt unter anderem davon ab:

  • wann der Hund reisefertig ist,

  • ob alle Untersuchungen abgeschlossen sind,

  • ob die Impfungen gültig sind,

  • ob die Kastration durchgeführt und die Heilungszeit beendet ist,

  • wann der nächste geeignete Transport stattfindet,

  • in welches Zielland der Hund reist.

     

9. Vorbereitung des Hundes auf die Reise

Alle Hunde reisen:

  • gechippt,

  • geimpft,

  • entwurmt,

  • mit einem gültigen Reisepass beziehungsweise EU-Heimtierausweis,

  • mit aktuellen Blutwerten,

  • mit Bluttest auf Mittelmeerkrankheiten,

  • kastriert, sofern dies aufgrund von Alter und Gesundheitszustand möglich und vorgesehen ist,

  • mit Sicherheitsgeschirr,

  • mit Halsband,

  • mit Leine.

Vor der Ausreise wird geprüft, ob die Unterlagen vollständig und die gesetzlichen Voraussetzungen für die Einreise erfüllt sind.

Bekannte gesundheitliche Besonderheiten werden der zukünftigen Familie vor der Adoption mitgeteilt.

Trotz sorgfältiger Untersuchungen kann bei einem Lebewesen nie ausgeschlossen werden, dass später weitere gesundheitliche Themen auftreten.

Deshalb ist es sinnvoll, den Hund nach der Ankunft auch beim eigenen Tierarzt vorzustellen und alle vorhandenen Unterlagen mitzunehmen.
 

10. Vorbereitung des neuen Zuhauses

Während der Hund in Spanien auf seine Reise vorbereitet wird, sollte auch das neue Zuhause vorbereitet werden.

Für die erste Zeit braucht der Hund vor allem:

  • einen ruhigen und geschützten Schlafplatz,

  • Futter- und Wassernäpfe,

  • geeignetes Futter,

  • sichere Türen und Gartentore,

  • eine zuverlässige Sicherung im Auto,

  • Geduld und möglichst wenig Trubel.

Der Hund reist bereits mit Sicherheitsgeschirr, Halsband und Leine.

Trotzdem sollte die neue Familie vor der Ankunft prüfen, wie der Hund im Alltag doppelt gesichert werden kann. Besonders in den ersten Wochen ist das Fluchtrisiko bei einem neu angekommenen Tierschutzhund erhöht.

Ein GPS-Tracker ist zusätzlich sehr empfehlenswert.
 

11. Der Transport

Am Transporttag werden die Hunde im Refugio sorgfältig vorbereitet und sicher an das Transportunternehmen übergeben.

Sie reisen in geeigneten und gesicherten Transportboxen.

Während der Fahrt werden sie versorgt und kontrolliert. Die Fahrer sind mit Tiertransporten vertraut und planen notwendige Pausen entsprechend den Bedürfnissen der Hunde.

Eine solche Fahrt ist für die Hunde lang und anstrengend. Deshalb wird besonders auf eine ruhige und sichere Reise geachtet.

Die Adoptanten erhalten Informationen zum geplanten Übergabeort und zur voraussichtlichen Ankunftszeit.

Da Verkehr, Grenzkontrollen, Pausen und die Versorgung der Tiere nicht immer exakt vorausberechnet werden können, ist am Übergabetag etwas zeitliche Flexibilität erforderlich.
 

12. Die persönliche Abholung

Der Hund muss am vereinbarten Übergabeort persönlich abgeholt werden.

Für Adoptionen nach Österreich ist die persönliche Abholung in Deutschland erforderlich.

Bitte erscheine pünktlich und gut vorbereitet.

Der Hund wird bei der Übergabe nicht ungesichert aus dem Transportfahrzeug genommen. Sicherheitsgeschirr, Halsband und Leine werden kontrolliert, bevor der Hund an seine neue Familie übergeben wird.

Die Übergabe sollte ruhig verlaufen.

Bitte bringe nicht unnötig viele Menschen oder andere Hunde mit. Auch ein großes Begrüßungsprogramm ist für den Hund in diesem Moment nicht hilfreich.

Er hat eine lange Reise hinter sich und kennt weder dich noch seine neue Umgebung.

Nun braucht er vor allem Schutz, Ruhe und Sicherheit.
 

13. Die Heimfahrt

Für die Heimfahrt muss der Hund im Fahrzeug zuverlässig gesichert werden.

Eine passende Transportbox ist besonders sicher. Abhängig vom Fahrzeug kann auch eine andere geeignete Sicherung genutzt werden.

Türen und Kofferraum dürfen niemals geöffnet werden, solange der Hund nicht zusätzlich gesichert ist.

Besondere Vorsicht ist an Raststätten, Tankstellen und Parkplätzen notwendig. Ein erschrockener Hund kann sich innerhalb weniger Sekunden aus einem schlecht sitzenden Geschirr befreien und fliehen.

Am neuen Zuhause sollten bereits vor dem Aussteigen alle Haustüren, Gartentore und möglichen Fluchtwege geschlossen sein.
 

14. Die Ankunft im neuen Zuhause

Der Moment der Ankunft ist emotional.

Für die Familie beginnt ein lang erwarteter neuer Lebensabschnitt. Für den Hund verändert sich innerhalb weniger Stunden seine gesamte Welt.

Alles ist neu:

  • die Menschen,

  • die Gerüche,

  • das Haus,

  • die Geräusche,

  • die Umgebung,

  • der Tagesablauf,

  • eventuell vorhandene Tiere.

Deshalb sollte die Ankunft möglichst ruhig gestaltet werden.

Der Hund muss nicht sofort alle Zimmer kennenlernen. Er muss keine Besucher begrüßen und sollte am ersten Tag keine Ausflüge oder großen Spaziergänge machen.

Zeige ihm Wasser, seinen Schlafplatz und den Bereich, an dem er sich lösen darf.

Dann gib ihm Zeit.

Manche Hunde schlafen nach der Reise sofort tief und fest. Andere laufen unruhig umher, hecheln, trinken viel oder möchten zunächst nicht fressen.

Einige suchen sofort Nähe. Andere ziehen sich zurück und beobachten alles aus sicherer Entfernung.

Jede Reaktion ist individuell.
 

15. Die ersten Tage und Wochen

Die Eingewöhnung ist kein Wettlauf.

Einige Hunde wirken bereits nach wenigen Stunden angekommen. Andere brauchen Wochen oder Monate, um sich vollständig zu entspannen.

Besonders hilfreich sind:

  • ruhige und gleichbleibende Abläufe,

  • feste Fütterungszeiten,

  • zunächst kurze Spaziergänge,

  • möglichst dieselben Spazierwege,

  • wenige Besucher,

  • viel Schlaf,

  • ein sicherer Rückzugsort,

  • freundliche und klare Regeln,

  • keine Überforderung.

Der Hund muss am Anfang nicht perfekt funktionieren.

Er muss nicht sofort allein bleiben können, im Restaurant liegen, mit in die Stadt gehen oder jede Person freundlich begrüßen.

Zuerst muss er lernen, dass sein neues Zuhause sicher ist.
 

16. Sicherheit in der Eingewöhnungszeit

Gerade in den ersten Tagen und Wochen muss der Hund besonders sorgfältig gesichert werden.

Viele Tierschutzhunde entlaufen nicht auf einem Spaziergang im Wald, sondern durch alltägliche Unachtsamkeit:

  • eine offene Haustür,

  • ein nicht geschlossenes Gartentor,

  • ein zu lockeres Halsband,

  • ein nicht passendes Geschirr,

  • eine fallengelassene Leine,

  • ein Schreckmoment beim Ein- oder Aussteigen.

Deshalb empfehlen wir:

  • doppelte Sicherung über Geschirr und Halsband,

  • regelmäßige Kontrolle der Passform,

  • kein Freilauf,

  • keine Flexileine,

  • einen GPS-Tracker,

  • konsequent geschlossene Türen und Tore,

  • keine alleinige Leinenführung durch Kinder,

  • keine ungesicherten Begegnungen in offenen Bereichen.

Auch ein ruhiger Hund kann in einer unbekannten Situation panisch reagieren.
 

17. Begleitung nach der Adoption

Die Vermittlung endet nicht mit der Übergabe.

Auch nach der Ankunft bleiben wir mit den Adoptanten in Kontakt.

Du kannst dich melden, wenn du Fragen hast oder unsicher bist.

Typische Themen in der ersten Zeit sind:

  • Futter und Verdauung,

  • Angstverhalten,

  • Schlaf und Unruhe,

  • Stubenreinheit,

  • Alleinbleiben,

  • Begegnungen mit anderen Hunden,

  • Jagdtrieb,

  • Leinenführung,

  • Zusammenführung mit vorhandenen Tieren,

  • gesundheitliche Auffälligkeiten.

Bitte melde dich lieber frühzeitig als erst dann, wenn eine Situation bereits stark eskaliert ist.

Viele Schwierigkeiten lassen sich mit Geduld, guter Beratung und einem passenden Trainingsansatz lösen.

Bei Verhaltensproblemen empfehlen wir ausschließlich gewaltfrei arbeitende Hundetrainer beziehungsweise Verhaltensberater.
 

18. Kontakt zum Refugio

Fotos und Nachrichten aus dem neuen Zuhause bedeuten uns sehr viel.

Sie zeigen uns, dass der Hund gut angekommen ist und sich entwickelt.

Auch für die Menschen im Refugio sind diese Bilder besonders wichtig. Sie haben die Hunde täglich gefüttert, ihre Gehege gereinigt, sie medizinisch versorgt und häufig über Monate oder Jahre begleitet.

Zu sehen, wie ein ehemaliger Refugiohund zum ersten Mal auf einem weichen Sofa schläft, einen eigenen Garten entdeckt oder vertrauensvoll neben seinem Menschen liegt, gibt allen Beteiligten Kraft für die nächsten Hunde, die Hilfe benötigen.
 

Der gesamte Ablauf auf einen Blick

  1. Du interessierst dich für einen bestimmten Hund oder stellst eine allgemeine Adoptionsanfrage.

  2. Wir besprechen deine Wünsche und suchen gemeinsam nach einem passenden Match.

  3. Du erhältst den Bogen zur Selbstauskunft.

  4. Du sendest die ausgefüllte Selbstauskunft zurück.

  5. Es folgen persönliche Telefongespräche.

  6. Du erhältst aktuelle Informationen, Fotos und Videos des Hundes.

  7. Eine persönliche oder digitale Vorkontrolle wird durchgeführt.

  8. Wir entscheiden gemeinsam, ob die Vermittlung für beide Seiten stimmig ist.

  9. Der Übernahmevertrag wird über die zuständige Partnerorganisation abgeschlossen.

  10. Die Schutzgebühr von 650 Euro wird geregelt.

  11. Ein passendes Transportdatum wird festgelegt.

  12. Der Hund wird medizinisch und organisatorisch auf die Reise vorbereitet.

  13. Der Transport von Spanien nach Deutschland beziehungsweise in die Schweiz findet statt.

  14. Adoptanten aus Österreich holen ihren Hund persönlich in Deutschland ab.

  15. Der Hund wird am vereinbarten Übergabeort sicher übergeben.

  16. Die Eingewöhnung im neuen Zuhause beginnt.

  17. Wir bleiben auch nach der Adoption als Ansprechpartner an deiner Seite.
     

Bereit für eine Adoption?

Hier findest du eine Auswahl unserer Hunde, die aktuell ein Zuhause für immer suchen.

Bitte beachte, dass regelmäßig neue Hunde in den Refugios ankommen und noch nicht jeder Hund bereits ein Profil auf unserer Webseite hat.

Auch wenn du noch keinen bestimmten Hund ausgewählt hast, darfst du dich gerne bei uns melden.

Wir schauen gemeinsam, welcher Hund nicht nur dein Herz berührt, sondern auch wirklich zu deinem Leben passt.
 

Kontakt

Katarina Goldschmidt

Telefon und WhatsApp:
0034 692 288 399
0041 (0) 78 771 88 71

E-Mail:
info@nuevodiaproject.com

 

Website:
www.nuevodiaproject.com

 

Instagram:
www.https://www.instagram.com/nuevo_dia_project/

 

Eine Adoption verändert nicht nur das Leben eines Hundes.

Sie verändert auch das Leben der Menschen, die ihm ein Zuhause geben.


 

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